Die Situationseinschätzung unserer Trainer Dirk Brendel und Mick Weber
(03.02.2018) Aus einer schwierigen Situation das Beste gemacht – in dieser Einschätzung sind sich unsere Trainer der ersten und zweiten Männermannschaft, Dirk Brendel und Mick Weber, einig. Gemeinsam mit Torwarttrainer Uwe Detering und 1b-Co-Trainer Oktay Demirarslan bilden sie ein eingeschworenes Team, keine Selbstverständlichkeit im Fußballalltag.
Dirk Brendel stand nach dem Abstieg aus der Kreisoberliga vor der Situation, dass Leistungsträger den Verein verlassen oder ihre Laufbahn beendet haben. Nun war die Philosophie, auf junge Spieler mit Potenzial zu setzen, erst recht gefragt. Solche unerfahrene Spieler, spielerisch wie charakterlich aufzubauen und zu entwickeln, ist jedoch eine Aufgabe, die Zeit und Geduld braucht.
Ein schwerer Stand
Als dann noch erhebliche Ausfälle durch Verletzungen hinzukamen, hatte der SC Opel in der A-Liga einen schweren Stand und zahlreiche Löcher zu stopfen. Sonst hätte es vielleicht noch mehr Siege und Punkte geben können. So aber gab es die eine oder andere Niederlage bzw. Remis, obwohl der SC Opel spielerisch die bessere Mannschaft war.
Neuzugänge in der Winterpause
Dank einiger Neuzugänge und Rückkehrer in der Winterpause sieht sich Dirk Brendel bestätigt, dass nicht Geld allein einen Verein und eine Mannschaft attraktiv macht. Auch mit der Einstellung ist er zufrieden: Die Spieler präsentieren sich im Training nach der Winterpause sehr motiviert und engagiert. Ein Sonderlob lässt Brendel dem Spieler Mukbil Lalamedw zuteil, der nach einer Odyssee mit vielen schlimmen Erfahrungen als Flüchtling sportlich zum SC Opel gefunden hat und sich hier in bemerkenswerter Weise einbringt.
Mit Fleiß zum Erfolg
Für Dirk Brendel gilt es nun, diesen Fleiß und den Einsatz, den die Mannschaft im Training zeigt, auch in den Punktspielen umzusetzen. Wenn das optimal gelingt, kann der SC Opel vielleicht noch einmal an den Aufstiegsplätzen schnuppern. Doch unabhängig davon geht es darum, eine möglichst gute Saison zu spielen. Auch das ist kein leichtes Unterfangen, denn die A-Liga sind die Teams im oberen Drittel leistungsmäßig dicht beieinander. Hier gilt es, sich durchzusetzen.
Schwerer Start für 1b
Mick Weber berichtet von einem ganz schwierigen Saisonstart. Vom dritten Spieltag an hagelte es sieben Niederlagen in Folge. Nicht ohne Grund. Trotz des Aufstiegs in die B-Liga verlor der Trainer die halbe Mannschaft. Das hatte unterschiedliche Gründe wie Verletzung, Beruf, Vereinswechsel. Als sich dann noch Torhüter Christian Haas verletzte und insgesamt nur vier Spiele bestreiten konnte, war es der A-Jugendliche Hamed Mohammad, der übrigens als Flüchtling nach Rüsselsheim kam, der mit viel Enthusiasmus versuchte auszuhelfen, trotz seiner Unerfahrenheit. So war die Vorrunde geprägt von Probleme, so dass en Routinier wie Reinhold Wurmlinger reaktiviert werden musste, so dass es Mitte der Vorrunde wieder besser lief.
Automatismen stärken
Mick Webers Ausblick für die Rückrunde: Mit einer guten Vorbereitung und vielen Freundschaftsspielen will er Automatismen in der Mannschaft entwickeln, um möglichst früh das Ziel Klassenerhalt zu realisieren. Sein Motto: Wer fleißig trainiert, der hat auch eine Chance auf Erfolg. Es gab zwar keine Neuzugänge, doch er hofft, von dem breiter und besser aufgestellten Kader der ersten Mannschaft zu profitieren, die ihm den oder anderen Spieler beschert, der dort nicht zum Einsatz kommt. Und hier ist natürlich auch wieder der Teamspirit unseres Trainerquartetts immens wichtig und von Vorteil.
SC Opel for ever
Mick Weber wird übrigens mehr und mehr zum Urgestein des SC Opel: Nachdem schon acht Jahre als Spieler für Gelb-Schwarz kämpfte, ist er nun im mittlerweile achten Jahr als Trainer der 1b aktiv (unterbrochen von einem eineinhalbjährigen Intermezzo bei der SKG Walldorf).

